Die Reisen der Amelia B. Edwards

Die Reisen der Amelia B. Edwards

Die Reisen der Amelia Edwards (1831-1892)

Amelia Ann Blanford Edwards lebte eigentlich drei Leben in einem: Zunächst Romanautorin, wurde sie nach einer Italienreise zur gefeierten Reiseschriftstellerin und schließlich zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Ägyptologie. Sie liebte Frauen, ihre Freiheit und ferne Länder, war am liebsten auf neuen Pfaden unterwegs. Kam sie je an? Oder war der Weg das Ziel? Vielleicht wir das ihr Geheimnis bleiben.

In dieser Sonderfolge der Frauen von damals erzähle ich euch die Geschichte einer Frau, die mit Kreativität und Hingabe immer wieder ihrem Herzen folgte. Wir gehen ihren Freundschaften nach und versuchen, einer äußerst komplizierten Liebesgeschichte auf die Spur zu kommen – mit der sie, ohne es zu wissen, auf Umwegen sogar in der sexualwissenschaftlichen Literatur des deutschen Kaiserreichs landete.

Aber natürlich wäre es keine Folge über Amelia Edwards, wenn wir nicht auch mit ihr auf Reisen gingen. Wir begleiten sie nach Rom, in die Dolomiten, den Nil hinauf und über den Atlantik, lernen ihre Reisegefährtinnen Lucy Renshaw und Kate Bradbury kennen, wie auch ihre Freundin Ellen Braysher (1804-1892), mit der sie fast 30 Jahre lang zusammenlebte – welche eigenen Wege sie auch immer ging.

Die Folge und ihre Kapitel:
Amelia Edwards
Amelia Edwards (Bildquelle s.u.)

04:00 – Kapitel 1: Die frühen Jahre (1831-1855)
14:00 – Kapitel 2: Die Nachwuchsschriftstellerin und ihre Netzwerke (1855-1857)
23:30 – Kapitel 3: Eine Reise nach Rom (1857)
31:00 – Kapitel 4: Umbrüche (1857-1864)
33:20 – Kapitel 5: Liebe und Schmerz in Westbury-on-Trym (1864-1871)
48:00 – Kapitel 6: Marianne North (1871)
54:00 – Kapitel 7: Zu neuen Gipfeln! (1871-73)
1:12:00 – Kapitel 8: 1000 Meilen auf dem Nil (1873-1881)
1:28:00 – Kapitel 9: Ägyptomanie!
1:37:00 – Kapitel 10: Der Egypt Exploration Fund (1882)
1:44:00 – Kapitel 11: Die Reise in die USA und die letzten Jahre (1889-1892)
1:55:00 – Abspann
1:56:00 – Bonusmaterial: Zwei Liebesgedichte


Die Links und Bilder:

Amelia Edwards, 1850er Jahre (NPG)
Matilda Hays und Charlotte Cushman, ca. 1855 (Harvard Theatre Collection)
Eliza Cook (Wikipedia)
Charlotte Cushman (Wikipedia)
Marianne North (Wikipedia)
(Mehr zu Amelia Edwards‘ Frauennetzwerken ab 15.4. auf Twitter unter dem Hashtag #ameliasnetzwerk)
tumblr der University of Chicago mit Gedichtband von Amelia Edwards 
Das Tagebuch von Lucy Renshaws Hausangestellter Jenny Lane
Twitter-Thread des Macclesfield Museum über die Reise von Marianne Brocklehurst und Mary Booth (mit Cartoons)
Amelia Edwards zum Zeitpunkt der USA-Reise (Wikimedia Commons)
HerstoryPod über Hatschepsut


Die Quellen und Literatur:

Amelia B. Edwards: Untrodden Peaks and Unfrequented Valleys. A Midsummer Ramble in the Dolomites, London 1873 (online verfügbar hier oder hier).
– Lucy Renshaw und der Reiseleiter: S. 72f.
Amelia B. Edwards: A Thousand Miles up the Nile, London 1877.
– Buffon, das hasserfüllte Kamel: S. 186f.
The Amelia Edwards Papers, Somerville College, Oxford.
– Tagebuch Rom 1857: SCO ABE 515.
– Briefe von Marianne North 1871: SCO ABE 228 und 230.


Joan Rees: Amelia Edwards. Traveller, Novelist and Egyptologist, London 1998.
Brenda E. Moon: More Usefully Employed. Amelia B. Edwards, Writer, Traveller and Campaigner for Ancient Egypt, London 2006.
Lisa Merrill: When Romeo Was a Woman. Charlotte Cushman and her Circle of Female Spectators, Ann Arbor 1999.
Sean Brady: John Addington Symonds (1840-1893) and Homosexuality. A Critical Edition of Sources, Basingstoke 2012.
– Brief an Havelock Ellis: S. 240.
Ehrhard F. W. Eberhard: Die Frauenemanzipation und ihre erotischen Grundlagen, Wien/ Leipzig 1924.
– Die Tribade in der Kirche: S. 535.
Magnus Hirschfeld: Die Homosexualität des Mannes und des Weibes, Berlin 1914.
– Die geborene Inverse von herausragenden geistigen Fähigkeiten: S. 707.
Havelock Ellis: Studies in the Psychology of Sex, Vol. 2: Sexual Inversion, London 1900.
– Dieselbe: S. 146.

Bild auf dieser Seite: Amelia B. Edwards, nach 1876. August Weger, nach Gravur von Elliott & Fry.
© National Portrait Gallery, London, NPG D7713, CC BY-NC-ND 3.0. Abrufbar und lizenzierbar hier.