Diese nach und nach wachsende Seite widmet sich der Geschichte von Junggesellinnen, Frauenpaaren und Freundinnen um 1900. Ursprünglich war sie als Sammelbecken für Bonusmaterial entstanden, das sich im Lauf der Recherchen zu meiner Dissertation angesammelt hat: Kuriositäten, Kurzbiografien und Kabinettstückchen von Frauen, die Alternativen zur Ehe suchten – und fanden. Mittlerweile hat das Ganze jedoch ein eigenes Leben.

.

Was gibt es hier?

Im Blog gibt es biografische Artikel, Kuriosa und Randnotizen zu höheren Töchtern und Tanten, Frauenrechtlerinnen und Freundinnen, Lehrerinnen und Fräulein Doktors. Manchmal kommen auch noch ein paar Schwestern und Schwägerinnen, Rentières, Lebenspartnerinnen, Arbeitskameradinnen und Reisegenossinnen hinzu. Auch die eine oder andere Film-, Buch- und Serienbesprechung mag sich einschleichen. Der Schwerpunkt liegt auf Frauenpaaren, aber hie und da werden auch Singles und andere ehelose Frauen ihre Aufwartung machen.

Über mich rede ich auch ein bisschen, und wer mit mir reden möchte, ist dazu auch gerne eingeladen. Kommentarfunktion oder Kontaktformular gibt es vorerst nicht, aber die rohrpost(at)biancawalther(punkt)de hat stets geöffnet. Außerdem gibt es mich auf Twitter und Facebook. Kommentare sind herzlich willkommen!

.

Warum Anno Fräulein?

Anno Fräulein – für mich ist das der Zeitraum, in dem ledige Frauen begannen, sich aus der Enge des Töchter-und-Tantendaseins zu befreien und in die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit aufzubrechen. In Deutschland begann das – grob gesprochen – Mitte des 19. Jahrhunderts, als zunächst die Lehrerinnen sich organisierten, um für Beschäftigungsmöglichkeiten und eine existenzsichernde Bezahlung einzutreten. Sie trafen auf harte Widerstände, aber der Kampf trug Früchte. Frauen erschlossen sich neue Berufszweige, politische Repräsentanz sowie Lebensmodelle jenseits der Ehe – allein, zu zweit oder zu mehreren. Sie wurden selbstbewusster, und irgendwann hatten sie dann genug von der Verkleinerungsform: In der Weimarer Republik, mitterweile in politischen Vertretungen sitzend, hohe Ämter bekleidend und Universitäten bevölkernd, begannen die Fräuleins, die verniedlichende Nachsilbe abzulegen und den Titel zu nutzen, der auch ihre verheirateten Geschlechtsgenossinnen bezeichnete: Frau.

Noch Fragen, Anregungen oder den Wunsch, mehr über die fidelen Junggesellinnen zu erfahren? Schreib oder schreiben Sie mir eine rohrpost(at)biancawalther(punkt)de oder eine Nachricht auf Facebook!

Frauenbiografien